Lieferdienst im Profil, den du nie bestellt hast? Google lässt dich ihn jetzt selbst entfernen

Google listet Lieferdienste automatisch im Restaurant-Profil auf. Jetzt können Wirte einzelne Anbieter direkt im Profil abwählen. Für Abholung und Lieferung lässt sich jeweils ein bevorzugter Anbieter festlegen.

Das Wichtigste: Google hat Ende Oktober 2026 die Steuerung von Bestell-Links im Unternehmensprofil ausgebaut. Restaurants können einzelne Lieferdienste über „Link entfernen“ abwählen und für Abholung und Lieferung einen bevorzugten Anbieter festlegen. Laut deutscher Google-Hilfe müssen Drittanbieter Links nach Anfrage binnen fünf Arbeitstagen entfernen. Prüfe dein Profil unter „Lebensmittel bestellen“ und lege deinen eigenen Bestellweg als bevorzugt fest.

Plattform: Google   Thema: Unternehmensprofile

Comic: Pizzabäcker zupft mit Pinzette Lieferroller von einem riesigen Kartenpin, sein eigener Roller bleibt vorn
Aufräumen im Profil: Restaurants können Lieferdienste bei Google jetzt selbst abwählen.

Viele Restaurants finden im eigenen Google-Profil Bestell-Links von Lieferdiensten, die sie nie selbst eingetragen haben. Google listet Drittanbieter, die eine autorisierte Geschäftsbeziehung angeben, automatisch auf. Bisher mussten Wirte sich bei jedem Lieferdienst einzeln melden, um einen Link loszuwerden. Google hat jetzt eine Steuerung direkt im Unternehmensprofil ausgebaut: Einzelne Anbieter lassen sich entfernen, und für Abholung und Lieferung lässt sich jeweils ein bevorzugter Anbieter festlegen.

Was ist passiert?

Lisa Landsman von Google kündigte die Funktion auf LinkedIn an. Search Engine Roundtable berichtete am 28.10.2026 und zitiert sie mit dem Satz: „Instead of submitting requests to individual delivery platforms to remove or disconnect a feed, you can now manage and opt out of specific providers directly from your dashboard.“ Auf Deutsch: Statt Anfragen an einzelne Lieferplattformen zu schicken, könne man bestimmte Anbieter jetzt direkt im Dashboard verwalten und abwählen.

Die deutsche Google-Hilfe beschreibt den Ablauf: Unternehmensprofil aufrufen, „Lebensmittel bestellen“ wählen, Anbieter auswählen, „Link entfernen“. Dort steht auch: „Nachdem ein Unternehmen eine entsprechende Anfrage gestellt hat, müssen Drittanbieterlinks innerhalb von fünf Arbeitstagen aus dem Profil entfernt werden.“ Wer „Bestellungen über mein Profil annehmen“ deaktiviert, blendet alle Liefer-Optionen und Drittanbieter-Links aus. Ob die neue Steuerung bereits in jedem deutschen Profil sichtbar ist, geht aus der Ankündigung nicht hervor.

Welche Zahlen gibt es?

5

Arbeitstage haben Drittanbieter laut deutscher Google-Hilfe, um einen Link nach Anfrage zu entfernen. Quelle: Google-Hilfe, abgerufen 01.11.2026

2

Bereiche lassen sich getrennt steuern: Abholung und Lieferung. Quelle: Google-Hilfe, abgerufen 01.11.2026

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Wie viele Restaurant-Profile automatisch Lieferdienst-Links tragen, veröffentlicht Google nicht.

Wer gewinnt?

Restaurants mit eigenem Bestellsystem. Sie können Bestellungen auf den eigenen Shop lenken und Provisionen sparen, indem sie den eigenen Link als bevorzugt markieren. Auch Gäste gewinnen, wenn veraltete Links zu Speisekarten verschwinden, die nicht mehr stimmen.

Wer verliert am meisten?

Lokale Restaurants, Imbisse und Pizzerien, die ihr Profil nicht prüfen. Bei ihnen bleiben automatisch eingetragene Lieferdienste stehen, auch wenn die Zusammenarbeit längst beendet ist. Gäste bestellen dann womöglich über einen Kanal mit höheren Gebühren oder landen bei einer veralteten Karte. Lieferplattformen verlieren an Sichtbarkeit, wenn Wirte sie abwählen.

Wie können lokale Unternehmen reagieren?

  • Erstens: Im Unternehmensprofil unter „Lebensmittel bestellen“ prüfen, welche Anbieter dort stehen.
  • Zweitens: Anbieter ohne aktive Zusammenarbeit über „Link entfernen“ löschen.
  • Drittens: Den eigenen Bestell-Link für Abholung und Lieferung als bevorzugt festlegen.
  • Viertens: Reagiert ein Anbieter nicht innerhalb von fünf Arbeitstagen, einen Verstoß bei Google melden.

Weitere neue Restaurant-Funktionen beschreibt unsere Meldung zu den neuen Speisekarten-Labels.

Wer im eigenen Profil nicht aufräumt, überlässt den Bestell-Button dem Lieferdienst mit dem besten Datenfeed.

Fazit

Restaurants können Lieferdienst-Links im Google-Profil jetzt direkter steuern und einen bevorzugten Bestellweg festlegen. Wer sein Profil unter „Lebensmittel bestellen“ prüft, lenkt Bestellungen dorthin, wo sie dem Betrieb am meisten bringen.

Quellen

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Tobias Frank — Inhaber Lokalbesucher GmbH

Verfasst von

Tobias Frank

Inhaber & Geschäftsführer · Lokalbesucher GmbH · 20 Jahre Erfahrung (Salesforce, Amazon, StepStone) ·

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