Google Maps kürt Lieblingsrestaurants aus Bewertungen: 10 Städte, keine in Deutschland

Google hat erstmals eine „Fan-Favorite Dining List“ veröffentlicht. Grundlage sind Rezensionen, Bewertungen und Routenanfragen in Google Maps. Deutsche Städte sind nicht dabei, die Methode ist trotzdem aufschlussreich.

Das Wichtigste: Google Maps hat am 08.10.2026 seine erste Fan-Favorite Dining List veröffentlicht: Trends und beliebte Restaurants in 10 Städten, ermittelt aus Rezensionen, Bewertungen und Routenanfragen. Deutschland ist nicht dabei. Für Gastronomen zeigt die Liste, dass Google die Inhalte von Rezensionen auswertet, etwa wie oft ein Gericht erwähnt wird. Akuten Handlungsbedarf gibt es nicht.

Plattform: Google   Thema: Bewertungen

Comic: Koch hält eine Schale Frozen Yogurt, eine Kartennadel-Figur untersucht mit Lupe Sprechblasen mit Sternen
Google Maps wertet aus, welche Gerichte Gäste in Rezensionen nennen.

Frozen Yogurt in New York, Zimtschnecken in Montréal, Matcha fast überall: Google Maps hat ausgewertet, worüber Gäste in ihren Rezensionen schreiben. Daraus entstand eine Liste beliebter Restaurants und Trends in zehn Städten. Keine davon liegt in Deutschland. Interessant für Gastronomen ist weniger die Liste selbst als die Methode dahinter.

Was ist passiert?

Google veröffentlichte am 08.10.2026 im eigenen Blog die erste „Fan-Favorite Dining List“. Andrew Duchi, Director of Product bei Google Maps, schreibt, die Liste nutze „Google Maps’ reviews, ratings, and aggregated searches for directions“, also Rezensionen, Sternebewertungen und zusammengefasste Routenanfragen. Ausgewertet wurden Atlanta, Chicago, London, Melbourne, Montréal, New York, San Francisco, Santiago, Seattle und Tokio. Nutzer können die Empfehlungen auf einer eigenen Seite ansehen und in Google Maps speichern.

Als Beispiele nennt Google: In New York stiegen Rezensionen, die Frozen Yogurt erwähnen, im Jahresvergleich um 320 Prozent. In Montréal legten Erwähnungen von Zimtschnecken um 84 Prozent zu, in Tokio Erwähnungen von Mochi um 168 Prozent. Matcha wuchs laut Google in fast allen zehn Städten zweistellig, in Chicago etwa um 82 Prozent. In London stiegen Rezensionen mit Hojicha, einem gerösteten Grüntee, um 114 Prozent.

Neben Trends zeigt die Liste für jede Stadt das Lokal, zu dem am häufigsten eine Route angefragt wurde, und gut bewertete Adressen mit großen Portionen und kleinen Rechnungen. In London ist das meistangesteuerte Restaurant laut Google das „Fallow“, in New York „Katz’s Delicatessen“. Ob und wann deutsche Städte folgen, sagt Google nicht.

Welche Zahlen gibt es?

10

Städte umfasst die erste Liste, keine in Deutschland (Google Blog, 08.10.2026)

+320 %

mehr Rezensionen mit Erwähnung von Frozen Yogurt in New York im Jahresvergleich (ebd.)

+84 %

mehr Erwähnungen von Zimtschnecken in Montréal im Jahresvergleich (ebd.)

Wer gewinnt?

Restaurants, über die Gäste konkret schreiben: welches Gericht, welche Zutat, welcher Anlass. Genau solche Erwähnungen hat Google gezählt. In den zehn Städten profitieren die genannten Lokale direkt von zusätzlicher Sichtbarkeit, denn Google verlinkt sie und bietet an, die Listen in Maps zu speichern. Auffällig ist auch die Kategorie für günstige Lokale: Hier zählt, was Gäste über Portionen und Preise schreiben. Das ist ein Hinweis darauf, dass auch kleine Imbisse und Cafés ohne großen Namen in solchen Auswertungen weit oben landen können, wenn ihre Gäste konkret und häufig über sie schreiben.

Wer verliert am meisten?

Für Gastronomen in Deutschland ändert sich vorerst nichts. Sollte Google das Format ausweiten, dürften Betriebe mit wenigen oder sehr allgemeinen Rezensionen („alles super“) schlechter abschneiden, weil sich daraus kein Trend ablesen lässt. Seit Kurzem sind Rezensionen in Google Maps außerdem nur noch mit Anmeldung vollständig lesbar, wie wir in der Meldung zu Rezensionen nur mit Anmeldung beschrieben haben.

Wie können lokale Unternehmen reagieren?

  • Erstens: Zufriedene Gäste um eine Rezension bitten, ohne Anreize und ohne Vorgaben zum Inhalt, wie es die Google-Richtlinie verlangt.
  • Zweitens: Speisekarte und Gerichte im Profil aktuell halten, damit Gäste das Angebot finden, über das sie schreiben.
  • Drittens: In den eigenen Rezensionen nachlesen, welche Gerichte Gäste besonders oft nennen.
  • Viertens: Beobachten, ob Google die Liste auf deutsche Städte ausweitet.
Google liest nicht nur die Sterne, sondern auch, worüber deine Gäste schreiben.

Fazit

Google Maps hat aus Rezensionen und Routenanfragen eine Liste beliebter Restaurants in 10 Städten erstellt, Deutschland ist noch nicht dabei. Achte darauf, dass deine Rezensionen echt und konkret sind.

Quellen

Weitere Meldungen

Alle Meldungen zu Google und Bewertungen · RSS-Feed

Tobias Frank — Inhaber Lokalbesucher GmbH

Verfasst von

Tobias Frank

Inhaber & Geschäftsführer · Lokalbesucher GmbH · 20 Jahre Erfahrung (Salesforce, Amazon, StepStone) ·

Betrifft dich diese Änderung?

Schreib Tobias, was du machst und wo. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob du handeln musst. Kostenlos, per WhatsApp, meist innerhalb einer Stunde.

Jetzt beraten lassen