Fotos im Google Unternehmensprofil:
Formate, Größen und was wirklich wirkt

Logo, Titelbild, Innen, Außen, Team, Arbeit – welche Fotos dein Profil braucht, in welchen Maßen, und warum Geo-Tags dir nichts bringen.

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Tobias Frank — Inhaber Lokalbesucher GmbH

Verfasst von

Tobias Frank

Inhaber & Geschäftsführer · Lokalbesucher GmbH · 20 Jahre Erfahrung (Salesforce, Amazon, StepStone) ·

Die kurze Antwort: Fotos im Google Unternehmensprofil müssen als JPG oder PNG vorliegen, zwischen 10 KB und 5 MB groß sein und mindestens 720 × 720 Pixel haben. Ein vollständiges Profil braucht Logo, Titelbild und Fotos von Außenansicht, Innenräumen, Team und deiner Arbeit. Ziel: mindestens 10 eigene Fotos zum Start und danach 2 bis 4 neue Fotos pro Monat.

Warum Fotos über Anrufe entscheiden

Bevor ein Kunde anruft, schaut er. Bei Google Maps sind Fotos das Erste, was neben dem Namen sichtbar ist – noch vor Bewertungen und Öffnungszeiten. Ein Profil ohne eigene Fotos zeigt entweder ein Street-View-Bild deiner Fassade oder das Foto, das irgendein Kunde hochgeladen hat. Beides hast du nicht in der Hand.

Google selbst nennt Fotos als eines der Elemente, mit denen Nutzer die Qualität eines Eintrags einschätzen. Für das Ranking zählen Fotos zum Faktor Bekanntheit: Ein vollständig gepflegtes Profil mit aktuellen Bildern signalisiert einen aktiven Betrieb. In unserer Arbeit mit über 100 Unternehmen gehört ein Fototermin deshalb zur Einrichtung jedes Profils dazu – die Aufrufe steigen fast immer schon in den ersten Wochen nach dem Upload.

Formate und Größen: Was Google verlangt

BildtypEmpfohlene GrößeFormatHinweis
Logo720 × 720 Pixel (quadratisch)JPG oder PNGWird rund oder quadratisch beschnitten – Logo mittig, ausreichend Rand
Titelbild1024 × 576 Pixel (16:9)JPG oder PNGNur ein Vorschlag an Google – Google wählt das angezeigte Hauptbild selbst
Fotosmindestens 720 × 720 PixelJPG oder PNG, 10 KB bis 5 MBScharf, gut belichtet, keine Filter, keine Textüberlagerungen
Videosmindestens 720pbis 30 Sekunden, maximal 75 MBKurz und ruhig gefilmt; Querformat wird sauberer dargestellt

Der wichtigste Punkt beim Titelbild: Es ist ein Wunsch, kein Befehl. Google entscheidet anhand von Nutzerverhalten selbst, welches Foto als Hauptbild erscheint. Wer sein Titelbild „nicht angezeigt" sieht, hat keinen Fehler gemacht – Google findet ein anderes Foto passender. Der Hebel dagegen: viele gute eigene Fotos, damit Google aus deinem Material auswählt und nicht aus fremdem.

Welche Fotos braucht ein vollständiges Profil?

Google gruppiert Fotos in Kategorien. Ein Profil, das jede dieser Gruppen abdeckt, wirkt vollständig – für Kunden und für Google:

  • Außenansicht (3 Fotos): Fassade bei Tag, Eingang, Parkplatz oder Umgebung. Der Kunde muss dich auf der Straße wiedererkennen.
  • Innenräume (3 Fotos): Empfang, Gastraum, Behandlungsraum, Verkaufsfläche. Zeig die Atmosphäre, in die der Kunde gleich kommt.
  • Team (2 Fotos): Inhaber und Mitarbeiter, freundlich, bei der Arbeit oder vor dem Geschäft. Gesichter bauen mehr Vertrauen auf als jede Grafik.
  • Bei der Arbeit (3 Fotos): Handwerker auf der Baustelle, Friseur am Kunden, Koch am Herd. Diese Fotos beantworten die Frage „Können die das?".
  • Produkte und Ergebnisse (3 bis 5 Fotos): Gerichte, fertige Projekte, Vorher-Nachher, Sortiment.

Das ergibt rund 15 Fotos zum Start. Wichtig ist nicht die Perfektion, sondern die Echtheit: Ein scharfes Smartphone-Foto deines echten Gastraums schlägt jedes Stockfoto. Stockfotos verstoßen zudem gegen die Richtlinien und werden entfernt, sobald jemand sie meldet.

Wie oft solltest du neue Fotos hochladen?

Nach der Erstausstattung reichen 2 bis 4 neue Fotos pro Monat. Das hält das Profil frisch und gibt Google regelmäßig neues Material für die Auswahl des Hauptbilds. Sinnvoll ist die Kopplung an Beiträge: Jedes Foto, das du für einen Beitrag machst, lädst du zusätzlich in die Fotogalerie hoch. So entstehen aus 4 Beiträgen pro Monat automatisch 4 neue Galeriefotos, ohne Mehrarbeit.

Saisonale Fotos lohnen sich extra: Weihnachtsdekoration im Dezember, Terrasse im Sommer, Winterreifen im Oktober. Sie zeigen, dass das Profil aktuell gepflegt wird – und sie passen zu den Suchanfragen der jeweiligen Jahreszeit.

Kundenfotos: Was du kontrollieren kannst – und was nicht

Jeder Google-Nutzer kann Fotos zu deinem Profil hochladen. Du kannst sie nicht löschen, aber du kannst sie melden, wenn sie gegen die Richtlinien verstoßen: unscharf, falscher Ort, beleidigend, Privatsphäre verletzt, Werbung eines Wettbewerbers. Google prüft die Meldung und entfernt das Foto bei einem Verstoß. Ein Kundenfoto, das einfach nur unvorteilhaft ist, bleibt – dagegen hilft nur eines: mehr und bessere eigene Fotos, damit dein Material die Galerie dominiert.

Prüfe die Galerie mindestens einmal im Monat. Bei Betrieben mit vielen Besuchern – Restaurants, Freizeitanlagen, Hotels – kommen wöchentlich fremde Fotos hinzu. Bei BattleKart Bochum, das mit unserem TapTag-System über 800 Bewertungen in 9 Monaten aufgebaut hat, wächst auch die Fotogalerie entsprechend – und genau dort lohnt sich die regelmäßige Moderation.

Geo-Tags in Fotos: Ein Mythos, der sich hält

Immer wieder wird empfohlen, Fotos vor dem Upload mit GPS-Koordinaten zu versehen, um das lokale Ranking zu verbessern. Das bringt nichts. Google entfernt die EXIF-Daten beim Upload und hat mehrfach bestätigt, dass Standortdaten in Bilddateien keinen Einfluss auf das Ranking haben. Dasselbe gilt für Keywords im Dateinamen: „bester-zahnarzt-berlin.jpg" liest niemand. Was Google tatsächlich auswertet, ist der Bildinhalt selbst – seine Bilderkennung sieht, ob auf dem Foto eine Pizza, ein Zahnarztstuhl oder eine Heizungsanlage ist. Deshalb zählt das Motiv, nicht die Metadaten.

Welche Fotos entfernt Google?

  1. Stockfotos und fremde Bilder – alles, was nicht deinen Betrieb zeigt.
  2. Bilder mit Textüberlagerungen, Logos oder Werbebotschaften als Hauptmotiv. Ein kleines Logo auf der Firmenkleidung ist in Ordnung, ein Werbebanner nicht.
  3. Collagen, Screenshots, stark bearbeitete oder gefilterte Bilder.
  4. Fotos, die den Betrieb falsch darstellen – ein Showroom, den es nicht gibt, oder ein Foto der Konkurrenz.
  5. Inhalte, die gegen die allgemeinen Richtlinien verstoßen: anstößige Bilder, Verletzung der Privatsphäre Dritter, urheberrechtlich geschütztes Material.

Wiederholte Verstöße können bis zur Sperrung des Profils führen. Was dann zu tun ist, steht im Artikel Google Unternehmensprofil gesperrt.

Welche Motive je Branche am besten funktionieren

BrancheMotive, die Anrufe bringenWas du weglassen kannst
Restaurant, CaféGerichte im Tageslicht, gedeckter Tisch, Terrasse, Küche mit KochLeere Räume, Speisekarte als Foto
HandwerkFertige Projekte, Mitarbeiter bei der Arbeit, Firmenfahrzeug vor der Baustelle, Vorher-NachherMateriallager, Büro
Arztpraxis, PhysiotherapieEmpfang, heller Behandlungsraum, Team in Berufskleidung, WartebereichGeräte-Nahaufnahmen ohne Kontext
Friseur, KosmetikErgebnisse an echten Kunden (mit Einwilligung), Arbeitsplatz, TeamProduktregale
EinzelhandelSchaufenster, Verkaufsfläche mit Ware, Beratungssituation, saisonale AuslagenKassenbereich, Lager
Freizeit, SportMenschen in Aktion, Anlage bei Betrieb, Gruppen mit sichtbarem SpaßMenschenleere Anlage

Der rote Faden: Fotos, auf denen etwas passiert, schlagen Fotos von Räumen. Und Fotos mit Menschen schlagen Fotos ohne. Achte bei Kunden und Mitarbeitern auf eine schriftliche Einwilligung – ein Satz per E-Mail reicht, aber er muss vorliegen.

Videos im Profil: Kurz, ruhig, echt

Videos werden in der Galerie neben den Fotos angezeigt und sind seltener als Fotos – deshalb fallen sie auf. Was funktioniert: ein 15-Sekunden-Rundgang durch den Gastraum, ein Handwerker, der ein Ergebnis zeigt, ein Blick in die Werkstatt. Was nicht funktioniert: Imagefilme mit Musik und Schnitt, die wie Werbung wirken, und verwackelte Hochkant-Clips. Halte das Smartphone quer, bewege dich langsam, sprich nicht – der Ton wird bei Google Maps standardmäßig stumm abgespielt. Maximal 30 Sekunden, mindestens 720p, bis 75 MB.

Fotoaufrufe messen

Früher zeigte Google im Dashboard, wie oft deine Fotos angesehen wurden – und verglich das mit ähnlichen Betrieben. Diese Kennzahl gibt es seit der Umstellung auf das Google Unternehmensprofil nicht mehr. Was du heute messen kannst: die Gesamtaufrufe und Interaktionen deines Profils im Bereich „Statistiken". Lade neue Fotos hoch und beobachte die Aufrufe in den zwei Wochen danach. Bei den meisten Profilen, die wir übernehmen, ist der Sprung nach der ersten vollständigen Fotoausstattung der deutlichste im gesamten ersten Monat. Was sich sonst noch am Namen und an der Verwaltung geändert hat, steht im Artikel Google My Business vs. Google Unternehmensprofil.

Checkliste: Fotos in 60 Minuten fertig

  • Smartphone reicht – Querformat, Blitz aus, Tageslicht, Objektiv abwischen.
  • Je 3 Fotos: Außen, Innen, Arbeit. Je 2: Team, Produkte. Mit dem Logo sind das rund 15 Bilder.
  • Keine Filter, kein Text im Bild, keine Collagen.
  • Upload direkt im Profil unter „Fotos hinzufügen" – Google verwaltet das Profil heute in der Suche und bei Maps, nicht mehr in einer eigenen App.
  • Kalendereintrag: einmal im Monat 3 neue Fotos hochladen und die Galerie auf fremde Bilder prüfen.

Fotos sind ein Baustein von vielen. Wie Kategorien, Beschreibung, Leistungen, Bewertungen und Beiträge zusammenspielen, steht in Google Unternehmensprofil: der komplette Leitfaden. Und wer die laufende Pflege abgeben will: Fotoplanung und -upload sind Teil unserer Profil-Optimierung – mit über 600 Profil-Updates pro Jahr.

Häufige Fragen zu Fotos im Google Unternehmensprofil

Welche Größe müssen Fotos im Google Unternehmensprofil haben?

Mindestens 720 × 720 Pixel, als JPG oder PNG, zwischen 10 KB und 5 MB. Für das Logo empfiehlt sich ein quadratisches Bild mit 720 × 720 Pixeln, für das Titelbild 1024 × 576 Pixel im Format 16:9.

Warum zeigt Google nicht mein Titelbild als Hauptfoto?

Das Titelbild ist nur ein Vorschlag. Google wählt das angezeigte Hauptfoto anhand von Nutzerverhalten und Bildqualität selbst aus. Der einzige Hebel: viele gute eigene Fotos hochladen, damit Google aus deinem Material auswählt statt aus Kundenfotos.

Kann ich ein Kundenfoto aus meinem Profil löschen?

Nicht direkt. Du kannst es bei Google melden, wenn es gegen die Richtlinien verstößt – etwa unscharf, am falschen Ort, beleidigend oder Werbung eines Wettbewerbers. Google prüft und entfernt das Foto bei einem Verstoß. Ein lediglich unvorteilhaftes Foto bleibt in der Regel bestehen.

Wie viele Fotos sollte mein Profil haben?

Rund 15 eigene Fotos zum Start: je drei von Außenansicht, Innenräumen und deiner Arbeit, je zwei bis fünf von Team und Produkten, dazu das Logo. Danach 2 bis 4 neue Fotos pro Monat, damit das Profil aktuell bleibt.

Helfen Geo-Tags in Fotos beim Ranking?

Nein. Google entfernt EXIF- und GPS-Daten beim Upload und hat bestätigt, dass sie das Ranking nicht beeinflussen. Auch Keywords im Dateinamen bringen nichts. Google wertet den sichtbaren Bildinhalt aus – deshalb zählt das Motiv, nicht die Metadaten.

Darf ich Stockfotos im Google Unternehmensprofil verwenden?

Nein. Fotos müssen deinen tatsächlichen Betrieb zeigen. Stockfotos, fremde Bilder und Grafiken mit Werbetext verstoßen gegen die Richtlinien und werden entfernt, sobald sie gemeldet werden. Wiederholte Verstöße können zur Sperrung des Profils führen.

Wir schauen auf deine Fotos – so wie deine Kunden es tun

Fehlende Kategorien, schwache Motive, fremde Bilder in der Galerie: Wir sagen dir in 15 Minuten, was dein Profil optisch braucht. Kostenlos.

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