Die kurze Antwort: Google My Business wurde im November 2021 in Google Unternehmensprofil (englisch: Google Business Profile) umbenannt. Das Profil selbst, dein Eintrag und deine Bewertungen sind unverändert. Geändert hat sich die Verwaltung: Die eigene App wurde 2022 eingestellt, du pflegst dein Profil heute direkt in der Google Suche und bei Google Maps. Der kostenlose Website-Builder wurde im März 2024 abgeschaltet.
Warum heißt Google My Business jetzt Google Unternehmensprofil?
Im November 2021 hat Google seinen Dienst für lokale Unternehmenseinträge umbenannt: Aus „Google My Business" wurde „Google Business Profile", auf Deutsch „Google Unternehmensprofil". Hintergrund war Googles Ziel, die Profilverwaltung dorthin zu verlegen, wo Unternehmer ohnehin sind – in die Google Suche und in Google Maps – statt in ein separates Werkzeug mit eigenem Namen.
Vorher hieß der Dienst übrigens auch schon anders: Google Places (2010), Google+ Local (2012), Google My Business (2014). Der Name hat sich viermal geändert, das Prinzip nie: ein kostenloser Eintrag, mit dem dein Betrieb bei Google Maps und in der lokalen Suche erscheint. Viele Unternehmer und auch viele Agenturen sagen bis heute „GMB" – gemeint ist immer dasselbe.
Was ist gleich geblieben?
- Dein Eintrag. Name, Adresse, Öffnungszeiten, Kategorie, Fotos – alles blieb beim Namenswechsel erhalten. Niemand musste ein neues Profil anlegen.
- Deine Bewertungen. Alle Rezensionen, Sterne und Antworten wurden übernommen.
- Dein Google-Konto. Der Zugang läuft weiter über das Google-Konto, mit dem das Profil angelegt oder übernommen wurde.
- Die Kostenfreiheit. Das Profil war kostenlos und ist es. Wer dir am Telefon erzählt, dein Eintrag werde gelöscht, wenn du nicht zahlst, ist ein Betrüger – Google ruft nicht an.
- Die Rankingfaktoren. Relevanz, Entfernung und Bekanntheit entscheiden weiterhin, wer im Local Pack steht. Mehr dazu im Artikel Top 3 bei Google Maps.
Was hat sich geändert?
| Bereich | Früher (Google My Business) | Heute (Google Unternehmensprofil) |
|---|---|---|
| Verwaltung | Eigenes Dashboard unter business.google.com und eine eigene App | Direkt in der Google Suche (nach dem Firmennamen suchen) und in Google Maps; business.google.com leitet bei einem Standort dorthin weiter |
| App | „Google My Business"-App für iOS und Android | 2022 eingestellt. Auf dem Smartphone nutzt du die Google-App oder die Google-Maps-App |
| Website-Builder | Kostenlose Ein-Seiten-Website aus dem Profil heraus | Im März 2024 abgeschaltet. Bestehende Seiten leiten seit Juni 2024 nicht mehr weiter |
| Mehrere Standorte | Dashboard mit Standortliste | Unverändert über den Business Profile Manager (business.google.com) für Ketten und Agenturen |
| Nachrichten | Chat über die App | Chat-Funktion im Profil wurde im Juli 2024 eingestellt; Kontakt läuft über Anruf, Website und Buchungslinks |
| Beiträge, Fotos, Leistungen | Im Dashboard | Alle Funktionen erhalten, nur der Ort der Bearbeitung hat sich verschoben |
Der Website-Builder ist der Punkt, der die meisten Betriebe kalt erwischt hat. Wer seine „Website" ausschließlich aus dem Google-Profil generiert hatte, steht seit 2024 ohne eigene Seite da. Wenn das dich betrifft: Ein Profil funktioniert auch ohne Website, aber eine eigene Seite stärkt Relevanz und fängt die Klicks aus dem Profil auf.
Wo verwaltest du dein Profil heute?
- In der Google Suche: Bei Google einloggen, nach deinem Firmennamen suchen. Oben erscheint dein Profil mit den Schaltflächen „Profil bearbeiten", „Bewertungen lesen", „Beitrag hinzufügen", „Fotos hinzufügen", „Statistiken".
- In Google Maps: In der Maps-App auf dein Profilbild tippen, „Dein Unternehmensprofil" wählen.
- Über business.google.com: Für Betriebe mit einem Standort leitet die Adresse direkt in die Suche; bei mehreren Standorten öffnet sich der Business Profile Manager mit der Standortliste.
Suchst du deinen Firmennamen und siehst keine Schaltflächen? Dann bist du entweder mit dem falschen Google-Konto eingeloggt, oder das Profil gehört noch niemandem. Im zweiten Fall beanspruchst du es über „Inhaber dieses Unternehmens?" – wie das geht, steht im Artikel Google Unternehmensprofil erstellen. Danach folgt in der Regel die Bestätigung, meist per Video: Google Unternehmensprofil verifizieren.
Glossar: Die Begriffe rund um das Unternehmensprofil
Rund um das Profil kursieren Begriffe, die oft durcheinander gehen. Die wichtigsten in Kurzform:
- Google Unternehmensprofil / Google Business Profile (GBP): Der aktuelle Name des kostenlosen Eintrags. „GBP" ist die englische Abkürzung.
- Google My Business (GMB): Der Name bis November 2021. Wird weiter umgangssprachlich verwendet, meint dasselbe.
- Business Profile Manager: Die Verwaltungsoberfläche unter business.google.com für Unternehmen mit mehreren Standorten und für Agenturen, die viele Profile betreuen.
- Knowledge Panel: Die Infobox rechts (Desktop) oder oben (Smartphone) in der Google Suche, die dein Profil anzeigt, wenn jemand nach deinem Firmennamen sucht.
- Local Pack / 3-Pack: Der Kartenblock mit drei Unternehmen, den Google bei lokalen Suchen wie „Friseur in der Nähe" über den normalen Ergebnissen zeigt. Hier zu stehen ist das Ziel jeder Profil-Optimierung.
- Maps-Eintrag: Dein Profil, so wie es in Google Maps erscheint – dieselben Daten wie im Knowledge Panel, andere Darstellung.
- Local Finder: Die erweiterte Liste, die sich öffnet, wenn jemand im Local Pack auf „Weitere Unternehmen" klickt.
- NAP: Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen auf Profil, Website und in allen Verzeichnissen identisch sein – Abweichungen kosten Vertrauen bei Google.
- Verifizierung / Bestätigung: Der Nachweis, dass du der rechtmäßige Inhaber bist – heute meist per Video, seltener per Postkarte, Telefon oder E-Mail.
- Local SEO: Der Oberbegriff für alle Maßnahmen, die lokale Sichtbarkeit verbessern – das Unternehmensprofil ist ihr wichtigster Baustein.
Zeitleiste: Vom Google-Places-Eintrag zum Unternehmensprofil
| Jahr | Was passierte |
|---|---|
| 2010 | Google Places: erster kostenloser Unternehmenseintrag mit Verwaltung durch den Inhaber |
| 2012 | Umbenennung in Google+ Local, Verknüpfung mit dem sozialen Netzwerk Google+ |
| 2014 | Start von Google My Business mit eigenem Dashboard und App |
| 2017 | Beiträge (Posts) und Fragen und Antworten kommen ins Profil |
| 2019 | Google beginnt, Bearbeitungsfunktionen direkt in die Google Suche zu verlagern |
| November 2021 | Umbenennung in Google Unternehmensprofil (Google Business Profile) |
| 2022 | Google-My-Business-App wird eingestellt; Verwaltung nur noch in Suche, Maps und Business Profile Manager |
| März 2024 | Kostenloser Website-Builder abgeschaltet |
| Juli 2024 | Chat-Funktion im Profil eingestellt |
| Anfang 2025 | Neue Kontaktoption per SMS und WhatsApp für geeignete Profile, auch in Deutschland |
| März 2025 | KI-Übersichten (AI Overviews) starten in der deutschen Google-Suche, im Oktober 2025 folgt der KI-Modus |
| Dezember 2025 | Öffentliche Fragen und Antworten werden aus den Profilen entfernt, die Schnittstelle dafür schon im November |
| April 2026 | Verschärfte Bewertungsrichtlinie: Mitarbeiter-Quoten, Bewertungs-Tablets im Laden, Anreize und Aufforderungen zur Namensnennung ausdrücklich verboten |
| Juni 2026 | Gemini-Verknüpfung mit dem Profil startet, im EWR und damit in Deutschland nicht verfügbar |
| Juli 2026 | Einspruch bei Sperrungen: Nachweise werden direkt im Formular hochgeladen |
| September 2026 | Foto-Verifizierung als neue Bestätigungsmethode im Test |
Was sich für die Zusammenarbeit mit einer Agentur geändert hat
Für die Betreuung durch Dritte hat sich mit der Umstellung ein Detail verschoben, das oft für Verwirrung sorgt: Zugriffsrechte werden im Profil unter „Nutzer und Zugriff" vergeben, nicht mehr im alten Dashboard. Eine seriöse Agentur bittet dich, sie als Administrator hinzuzufügen – die Inhaberschaft bleibt bei dir. Das ist der wichtigste Schutz überhaupt: Wer einer Agentur die primäre Inhaberschaft überträgt, verliert im Streitfall das eigene Profil. Wir arbeiten ausnahmslos als hinzugefügter Administrator; das Profil gehört immer dem Betrieb. Wer trotzdem gefragt wird, ein Passwort oder die Inhaberschaft herauszugeben, sollte das als Warnsignal lesen.
Zweiter Unterschied: Die Leistungsdaten heißen heute „Statistiken" beziehungsweise „Leistung" und zeigen Aufrufe, Anrufe, Website-Klicks und Routenanfragen. Genau diese vier Zahlen stehen auch in unserem monatlichen Reporting – ohne umgerechnete „Sichtbarkeits-Scores", die niemand nachvollziehen kann.
Checkliste: Ist dein Profil auf dem aktuellen Stand?
- Du findest dein Profil, wenn du eingeloggt bei Google nach deinem Firmennamen suchst, und siehst die Schaltfläche „Profil bearbeiten".
- Das Profil ist bestätigt – kein Hinweis „Bestätigung erforderlich" oder „Ausstehend".
- Die Website-Adresse im Profil führt auf eine erreichbare Seite, nicht auf eine abgeschaltete Google-Website mit der Endung business.site.
- Unter „Nutzer und Zugriff" stehen nur Personen, die du kennst. Ehemalige Mitarbeiter und alte Agenturen sind entfernt.
- Kategorien, Öffnungszeiten und Telefonnummer wurden in den letzten 12 Monaten geprüft.
- Es gibt genau ein Profil für deinen Betrieb – kein Duplikat aus GMB-Zeiten.
Vorsicht bei alten Anleitungen
Viele Ratgeber im Netz stammen noch aus der GMB-Zeit und beschreiben Menüs, die es nicht mehr gibt: „Öffne die App", „Klicke im Dashboard auf Info", „Erstelle deine Website". Ein sicheres Erkennungszeichen für veraltete Inhalte ist der Hinweis auf die App oder den Website-Builder. Alles, was in diesem Artikel steht, entspricht dem Stand von September 2026 – und wird von uns täglich in über 100 betreuten Profilen angewendet, mit zusammen 3,9 Millionen Profilaufrufen und 780.000 ausgelösten Aktionen.
Den vollständigen, aktuellen Überblick über alle Bereiche des Profils – Einrichten, Bestätigen, Kategorien, Fotos, Beiträge, Bewertungen, Statistiken – findest du in Google Unternehmensprofil: der komplette Leitfaden. Und wenn du dein altes GMB-Profil lieber in professionelle Hände gibst: Die Übernahme und Bereinigung bestehender Profile ist der erste Schritt in jeder Zusammenarbeit mit uns.
Häufige Fragen zur Umbenennung von Google My Business
Gibt es Google My Business noch?
Ja, unter neuem Namen. Google My Business wurde im November 2021 in Google Unternehmensprofil (Google Business Profile) umbenannt. Der Eintrag, die Bewertungen und der Zugang über dein Google-Konto sind unverändert – nur die Verwaltung läuft heute direkt in der Google Suche und bei Google Maps.
Wo ist die Google My Business App?
Google hat die eigene App 2022 eingestellt. Auf dem Smartphone verwaltest du dein Profil über die Google-App oder die Google-Maps-App: einloggen, nach deinem Firmennamen suchen oder in Maps auf dein Profilbild tippen und „Dein Unternehmensprofil" wählen.
Was ist der Unterschied zwischen Google My Business und Google Unternehmensprofil?
Inhaltlich keiner – es ist derselbe kostenlose Eintrag bei Google Maps und in der lokalen Suche. Geändert haben sich der Name, die Verwaltungsoberfläche (Suche und Maps statt eigenem Dashboard) und einige Funktionen: App, Website-Builder und Chat wurden eingestellt.
Was ist mit meiner Google-My-Business-Website passiert?
Google hat den kostenlosen Website-Builder im März 2024 abgeschaltet. Die damit erstellten Seiten wurden zunächst auf das Profil weitergeleitet, seit Juni 2024 sind sie nicht mehr erreichbar. Wer sie als einzige Website genutzt hat, braucht eine eigene Seite – das Profil funktioniert aber auch ohne.
Wofür ist business.google.com heute noch da?
Für Unternehmen mit mehreren Standorten und für Agenturen: Dort öffnet sich der Business Profile Manager mit der Standortliste. Betriebe mit einem einzigen Standort werden von business.google.com automatisch in die Profilverwaltung in der Google Suche weitergeleitet.
Muss ich nach der Umbenennung ein neues Profil anlegen?
Nein. Alle bestehenden Google-My-Business-Profile wurden automatisch übernommen, inklusive Bewertungen, Fotos und Statistiken. Lege niemals ein zweites Profil für denselben Betrieb an – Duplikate werden von Google zusammengeführt oder entfernt und können die Sichtbarkeit beschädigen.