Das Wichtigste: Ende Oktober 2026 sind zwei Bing-Tests aufgetaucht: gesponserte Ergebnisse in den KI-Übersichten und ein QR-Code zum Anrufen im lokalen Kartenbereich am Desktop. Microsoft hat beides nicht bestätigt, Belege sind Screenshots eines Beobachters. Für dich heißt das: Bing-Places-Eintrag mit Telefonnummer und Öffnungszeiten prüfen, Werbebudgets aber noch nicht verschieben, solange Microsoft nichts bestätigt.
Plattform: Bing Places Thema: Werbeanzeigen
Wer am Desktop nach einem Handwerker sucht, ruft selten vom Computer aus an. Bing testet dafür nun einen QR-Code, den man mit dem Handy scannt, um direkt anzurufen. Gleichzeitig ist erstmals bezahlte Werbung in Bings KI-Übersichten aufgetaucht, die von Microsofts KI Copilot erstellt werden. Beides ist bisher nur auf einzelnen Screenshots belegt, die ein Beobachter auf X geteilt hat. Für lokale Betriebe mit Microsoft-Werbung zeigt es, wohin die Reise geht: Anzeigen wandern in die KI-Antwort, und Anrufe sollen leichter werden.
Was ist passiert?
Search Engine Roundtable berichtete am 30.10.2026, dass Bing gesponserte Ergebnisse innerhalb der KI-Übersichten zeigt. Den Bericht stützt ein Screenshot von Khushal Bherwani, der auf X schrieb: „Bing is showing Sponsored Results within AI Overviews.“ Der Autor des Berichts konnte die Anzeigen selbst nicht auslösen. Bing hatte seinen Copilot-Antwortkasten vor einigen Monaten in „AI Overviews“ umbenannt.
Zwei Tage zuvor hatte Search Engine Roundtable über einen weiteren Test berichtet: Im lokalen Kartenbereich am Desktop erscheint ein Telefon-Symbol. Ein Klick öffnet einen QR-Code mit dem Hinweis „Scan to Call“ und der Telefonnummer. Google hatte eine ähnliche Funktion bereits 2023 getestet. Microsoft hat keine der beiden Neuerungen offiziell angekündigt. Ob die Tests auch in Deutschland laufen, geht aus den Berichten nicht hervor.
Welche Zahlen gibt es?
Plus beim Umsatz mit Suche und Werbung ohne Traffic-Akquisitionskosten im Quartal Juli bis September 2026. Quelle: Microsoft, zitiert von Search Engine Roundtable, 29.10.2026
Neue Bing-Tests mit Bezug zu lokalen Anzeigen innerhalb von drei Tagen. Quelle: Search Engine Roundtable, 28. und 30.10.2026
Wie oft Anzeigen in Bings KI-Übersichten erscheinen, veröffentlicht Microsoft nicht.
Wer gewinnt?
Microsoft, das seine KI-Antworten mit Werbung verbinden kann. Betriebe, die bereits Microsoft-Anzeigen schalten, könnten früh in KI-Antworten erscheinen. Kunden am Desktop sparen sich mit dem QR-Code das Abtippen der Nummer.
Wer verliert am meisten?
Lokale Betriebe, die Bing ganz ignorieren. Wenn Anzeigen in die KI-Antwort rücken, kann der Platz für unbezahlte Einträge kleiner werden. Das betrifft vor allem Branchen mit Desktop-Suchen im Büro, etwa Dienstleister für Firmenkunden, Steuerberater oder Handwerker für Gewerbe.
Wie können lokale Unternehmen reagieren?
- Erstens: Den Eintrag bei Bing Places prüfen, vor allem Telefonnummer und Öffnungszeiten.
- Zweitens: Bei bestehenden Microsoft-Anzeigen die Anruf-Erweiterung aktiv halten.
- Drittens: Die Entwicklung beobachten, bis Microsoft die Funktionen offiziell bestätigt.
- Viertens: Keine Budgets verschieben, solange es nur Tests auf einzelnen Screenshots sind.
Einen früheren Bing-Test beschreibt unsere Meldung zur großen Einzelanzeige über den Suchergebnissen.
Bing ist für viele lokale Betriebe Nebensache, Microsoft baut dort trotzdem die Werbefläche der KI-Suche auf.
Fazit
Bing testet Anzeigen in KI-Übersichten und einen QR-Code zum Anrufen, offiziell bestätigt ist beides nicht. Lokale Betriebe sollten ihren Bing-Places-Eintrag aktuell halten und die Tests beobachten.
Quellen
- Search Engine Roundtable: Bing Showing Ads Within AI Overviews, 30.10.2026, abgerufen am 01.11.2026
- Search Engine Roundtable: Bing Tests Get Phone Number & QR Code To Scan, 28.10.2026, abgerufen am 01.11.2026
- Search Engine Roundtable: Bing Ads Revenue Up 12% With Overall Revenue Up 19%, 29.10.2026, abgerufen am 01.11.2026
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