Das Wichtigste: Bing testet laut einem Screenshot vom Oktober 2026 eine einzelne große Anzeige ganz oben in den Suchergebnissen, mit Bild, Button, Titel und Beschreibung. Microsoft hat sich nicht geäußert, Land und Umfang sind unbekannt. Lokale Werbetreibende sollten bei Microsoft Advertising schon jetzt gute Bilder hinterlegen, darüber hinaus besteht derzeit kein Handlungsbedarf.
Plattform: Bing Places Thema: Werbeanzeigen
Bing ist in Deutschland die kleinere Suchmaschine, aber für viele lokale Betriebe der günstigere Werbekanal. Umso interessanter ist, wenn Microsoft am obersten Werbeplatz etwas verändert. Am 14.10.2026 berichtete Search Engine Roundtable über einen Test: Statt mehrerer Textanzeigen steht ganz oben ein einzelner, großer Block mit Bild und Button. Ob und wo das Format dauerhaft kommt, ist offen.
Was ist passiert?
Entdeckt hat den Test Khushal Bherwani, der einen Screenshot auf X veröffentlichte und schrieb: „Bing testing a dedicated placement for sponsored ads at top of serp.“ Laut Search Engine Roundtable hat die Anzeige einen grauen Hintergrund, ein Bild, einen Button für eine Handlung sowie Adresse, Titel und Beschreibung. Eine Stellungnahme von Microsoft fanden wir bis zum 18.10.2026 weder im Bing-Blog noch in den Mitteilungen von Microsoft Advertising. In welchem Land der Screenshot entstand, ist nicht bekannt.
Welche Zahlen gibt es?
Anzeige statt mehrerer im getesteten Block ganz oben (Screenshot Khushal Bherwani, X, Oktober 2026)
Tag, an dem Search Engine Roundtable über den Test berichtete (Search Engine Roundtable, 2026)
Wie viele Nutzer den Test sehen und in welchen Ländern er läuft, veröffentlicht Microsoft nicht
Wer gewinnt?
Werbetreibende, deren Anzeige diesen Platz bekommt. Ein großer Block mit Bild fällt stärker auf als eine Textzeile. Welche Anzeige dort landet und ob dafür andere Gebote gelten, ist nicht bekannt. Microsoft selbst dürfte von einem auffälligeren Werbeplatz profitieren.
Wer verliert am meisten?
Der lokale Betrieb, der bei Microsoft Advertising wirbt, aber keine Bilder hinterlegt hat. Wenn sich ein Format mit Bild durchsetzt, könnten reine Textanzeigen weniger auffallen. Außerdem rücken die normalen Ergebnisse und der lokale Kartenblock bei einem großen Werbeblock weiter nach unten. Betroffen wären Handwerker, Praxen und Läden, die über die organische Bing-Suche gefunden werden.
Wie können lokale Unternehmen reagieren?
- Erstens: In bestehenden Kampagnen bei Microsoft Advertising aussagekräftige Bilder ergänzen.
- Zweitens: Den Eintrag bei Bing Places prüfen, weil er den Kartenblock unter den Anzeigen speist.
- Drittens: Keine Budgets umschichten, solange Microsoft das Format nicht offiziell einführt.
- Viertens: Im Konto beobachten, ob sich Klickpreise oder Klickraten auffällig ändern.
Wie Bing Anzeigen bereits mit Kundenbewertungen anreichert, steht in unserer Meldung zu Zitaten aus Kundenbewertungen in Bing-Anzeigen.
Ein Screenshot ist noch kein Produkt, aber ein Hinweis, wohin Microsoft den Blick lenken will.
Fazit
Bing testet einen einzelnen großen Werbeblock mit Bild und Button über den Suchergebnissen, Microsoft hat den Test nicht kommentiert. Wer bei Microsoft Advertising wirbt, sollte gute Bilder hinterlegen und abwarten, ob das Format offiziell kommt.
Quellen
- Search Engine Roundtable, Bing Tests Large Single Sponsored Ad Unit At Top Of Search Results, 14.10.2026, abgerufen am 18.10.2026
- Khushal Bherwani, Beitrag auf X mit Screenshot, Oktober 2026, abgerufen am 18.10.2026
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